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Zeckenalarm - Hunde besonders betorffen

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Zecken-Alarm: Hunde sind besonders gefährdet

Experten warnen vor der unbehandelt tödlich verlaufenden Babesiose-Infektion. Die im Volksmund „Hundemalaria„ genannte Babesiose des Hundes ist weiter auf dem Vormarsch. Übertragen werden die Bakterien durch Auwaldzecken, die inzwischen aus ihrer Winterruhe erwacht sind und gierig auf Opfer lauern. Der diesjährige Winter war zwar ungewöhnlich lang, aber insgesamt eher mild. Aufgrund der fehlenden zweistelligen Minusgrade werden somit Heerscharen von Zecken überlebt haben. Die winzigen Spinnentiere lauern nun im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und „spucken„ unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Eine Blutmahlzeit kann so mehrere Tage andauern.

Für Hunde besonders gefährlich sind Auwaldzecken, erkennbar an den Punkten auf dem Rückenschild. Diese Zeckenart ist Zwischenwirt für Hunde-Babesien (Babesia canis canis), Einzeller, die als Parasiten die roten Blutkörperchen befallen. In der Regel erfolgt die Übertragung der Erreger zwei bis drei Tage nach dem initialen Zeckenstich durch das „Spucken„ der Zecke. Die ersten Symptome einer Infektion mit Hunde-Babesien treten nach etwa einer Woche auf. Laut Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im westfälischen Gescher, gehören dazu ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. Ein bis zwei Tage später kommt es aufgrund des Zerfalls der roten Blutkörperchen zu Blutarmut, Blutharnen und manchmal auch zu Gelbsucht. Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur seien ebenfalls häufig. Die akute Form der Hunde-Babesiose endet unbehandelt binnen weniger Tage mit dem Tod durch Atemnot, Blutarmut und Nierenversagen. Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. Öl oder Nagellack sind tabu. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage ≥Ziehen oder Drehen?„ hat Dr. Wilcken eine ganz einfache Antwort: „Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen.„ Das Wichtigste ist eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten.

...und noch mehr Ungeziefer – Flöhe

Flöhe spielen bei vielen Tieren und auch beim Menschen als Ektoparasiten eine wichtige Rolle. Sie gehören zur Klasse der Insekten, besitzen anstelle von Flügeln jedoch Sprungbeine und sind meistens braun gefärbt. Die Nahrung besteht beim erwachsenen Floh ausschließlich aus Blut und erfolgt mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen, d.h. ein Floh beißt nicht, er sticht. Der sogenannte „Katzenfloh" (wissenschaftliche Bezeichnung: Ctenocephalides felis) ist der häufigste Parasit im Fell der Katzen und – entgegen seinem Namen – auch beim Hund.

Flöhe haben einen relativ komplizierten Entwicklungszyklus, der in einem normalen Haushalt drei bis vier Wochen dauert. Die Lebensdauer beträgt mehrere Monate, lange genug, um Mensch und Tier zu entnerven. Beste Bedingungen für die Flohvermehrung sind Wärme, Feuchtigkeit, Teppiche und Polstermöbel und natürlich die Anwesenheit geeigneter Wirte.

Nach jedem Flohstich beginnt die Haut zu jucken und rötet sich. Bei Flohbefall fühlt sich das Tier nicht nur unwohl und kratzt sich ständig, Flöhe können richtig krank machen, indem sie Blutarmut und Allergien auslösen und Krankheiten übertragen.

Der erste Schritt Flöhe zu stoppen, ist, ihre Anwesenheit zu erkennen. Die braunschwarzen, stecknadelkopfgroßen Flöhe sind zwar mit bloßem Auge sichtbar, bleiben aber oft unbemerkt. Besser zu erkennen sind Flohkot und –eier, die sich als schwarze bzw. weiße Krümel an den Liegestellen von Hund und Katze bemerkbar machen. Das Tier muss gründlich ausgekämmt werden, am Besten mit einem Flohkamm. Unter das Tier legt man ein Blatt angefeuchtete Küchenrolle. Verfärben sich die ausgekämmten Schmutzteilchen rot, handelt es sich um Flohkot und der Hund oder die Katze hat einen akuten Flohbefall.

Am Besten bekommt man den Flohbefall in den Griff, indem man die erwachsenen Flöhe am Tier und die Flohbrut in der Umgebung bekämpft.

Der Befall von Flöhen und Zecken lässt sich bei unseren Tieren kaum vermeiden. Wichtig ist, so schnell wie möglich einzugreifen, bevor die Parasiten einen größeren Schaden angerichtet haben.

Ebenso wichtig ist aber auch die Wahl der richtigen Mittel. Viele Mittel helfen gegen das Ungeziefer, greifen aber die Leber an. Sehr gut bewährt gegen Flöhe und Zecken hat sich das Präparat Frontline Combo, welches über die Haut wirkt. Es tötet Zecken innerhalb 24 bis 48 Stunden ab, so dass diese es meist nicht mehr schaffen, sich festzusaugen. Am Besten erkundigt man sich bei seinem zuständigen Tierarzt.

   

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