TASSO Newsletter

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Juristisches Nachspiel des im März 2012 verunglückten Welpentransports:

Händler muss rund 21.000 Euro zahlen

Am 1. März 2012 kam es auf der Autobahn A 61 bei Schifferstadt auf regennasser Fahrbahn zu einem Unfall mit einem Kleintransporter, der 113 Welpen in Gitterboxen geladen hatte, die von der Slowakei an Händler in Belgien zum Weiterverkauf verbracht werden sollten.

Das hinzugerufene Veterinäramt stellte fest, dass einige Hunde verletzt und schwer krank waren. Auch bestand der Verdacht, dass die notwendigen Tollwutimpfungen der Hunde nicht ausreichend durchgeführt worden waren. Aufgrund dessen verfügte das Veterinäramt, dass die Welpen nicht weitertransportiert werden durften und auf vier Tierheime in der Umgebung verteilt wurden, wo sie unter Quarantäne gehalten und versorgt werden mussten, bis sie letztlich vermittelt werden konnten.

Nachdem der Händler diese Verfügung des Veterinäramtes vier Tage später schriftlich erhielt, erklärte er noch am selben Tag, dass er auf sämtliche Besitz- und Eigentumsansprüche an den Welpen verzichte und gab sie somit frei.

Da die Welpen jedoch bereits seit mehreren Tagen in den Tierheimen kostenpflichtig versorgt werden mussten, stellte die Behörde ihm die bis zur Freigabeerklärung entstandenen Kosten in Höhe von 21.154,58 Euro in Rechnung. Sowohl gegen diesen Kostenbescheid als auch gegen die Verfügung des verbotenen Weitertransports legte der slowakische Händler über einen österreichischen Rechtsanwalt fristgerecht Widerspruch ein. Da sein Widerspruch jedoch per Widerspruchsbescheid abgelehnt wurde, versuchte er nun wiederum gegen diesen Widerspruchsbescheid eine Anfechtungsklage beim zuständigen Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße zu erheben.

Die Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) schreibt für die Erhebung einer Anfechtungsklage eine Frist von einen Monat nach Zugang des Bescheides, den man anfechten möchte, vor. Der österreichische Anwalt hielt diese Frist allerdings nicht ein und reichte erst drei Tage nach Fristablauf die Anfechtungsklage ein. Das Verwaltungsgericht wies die verspätete Klage daher als unzulässig ab. Hiergegen legte der Händler über seinen Anwalt zwar Berufung beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz ein, verlor jedoch auch dort, sodass beide Bescheide nun rechtskräftig sind und der Händler nicht nur die 21.154,58 Euro, sondern auch die Kosten der beiden verlorenen Gerichtsverfahren zahlen muss (Beschluss des OVG Rheinland-Pfalz, vom 08.07.2014, Az. 6 A 10085/14.OVG).

Immer noch werden jährlich mehr als 100.000 Hundewelpen aus unseriöser Zucht nach Deutschland transportiert und gutgläubigen Käufern in Zeitungsanzeigen und besonders im Internet zu Schnäppchenpreisen angeboten. Die meisten sind krank, viele sterben bereits nach wenigen Wochen bei den Käufern. Je mehr Menschen davon wissen, desto leichter ist es, diesen illegalen Welpenhandel einzudämmen. 

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Ostern: Feiern im Einklang mit dem Tierschutz

Worauf Tierfreunde achten sollten

Ostern ist ein Fest voller Symbole. So sind Hasen traditionell fester Bestandteil der kommenden Feiertage. Oft zu schnell wird in diesen Tagen dem Drängen der Kinder nach einem Tier nachgegeben, und ein Hase bzw. Kaninchen angeschafft, um dem Kind eine Freude zu machen. Zoohandlungen und Baumärkte machen es den Eltern leider sehr einfach. Da die Tiere dort meist nicht artgerecht gehalten werden, sollten sie als Quelle des Kaufes bewusst gemieden werden. Nur wenige Eltern machen sich vor der Anschaffung Gedanken darüber, wie ein Hase artgerecht zu halten ist, und ob das Kind mit der dauerhaften Verantwortung für ein Lebewesen nicht früher oder später überfordert sein könnte. Die Folge: Nicht selten landen die niedlichen Ostergeschenke nach wenigen Wochen im Tierheim.

Weiterlesen: TASSO Newsletter vom 03.04.2014

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TASSO macht 57.302 Tierbesitzer glücklich:

So viele Vierbeiner konnte die Tierschutzorganisation 2013 erfolgreich und kostenlos zurückvermitteln

Über 57.000 Besitzer von Hunden und Katzen sind überglücklich: Obwohl ihr Vierbeiner im vergangenen Jahr ausgebüxt war, konnten sie ihn wieder in die Arme schließen. Möglich machte das die Tierschutzorganisation TASSO e.V. aus Hattersheim bei Frankfurt. Seit 31 Jahren vermittelt der Verein entlaufene Hunde und Katzen ihren Besitzern zurück, durch die TASSO-Mitarbeiter in der 24h-Notrufzentrale, durch Plakate und Web-Veröffentlichungen und nicht zuletzt durch Halsbandplaketten. „Sämtliche Leistungen von TASSO sind kostenlos", so Philip McCreight, Leiter von TASSO. Der Verein finanziere sich ausschließlich durch Spenden großzügiger Tierfreunde.

Dass TASSO bei diesem Angebot regen Zuspruch findet, liegt auf der Hand. So ist die Zahl der Neuregistrierungen während des vergangenen Jahres um 615.384 auf jetzt rund 6,9 Millionen Tiere gestiegen, davon sind 56,9 Prozent Hunde und 42,6 Prozent Katzen. Daneben sind bei TASSO unter anderem auch Frettchen, Nager und Vögel registriert.

„Wir freuen uns über jedes Tier, das wir an seinen Halter zurück vermitteln konnten", erzählt Philip McCreight. „Natürlich gibt es auch immer wieder ganz besondere Geschichten, so auch im vergangenen Jahr." Er erinnere sich beispielsweise an den Fall der Hündin Sally, die dank TASSO nach zwei Jahren an ihre glückliche Halterin zurück vermittelt werden konnte. Oder an Kater Mini, der nach sage und schreibe sieben Jahren im Sommer 2013 über TASSO den Weg zurück nach Hause fand. Vergessen sei auch nicht Foxterrier Poker, der aus dem sechsten Stock stürzte, überlebte und mithilfe von TASSO seine Happy-End-Geschichte erlebte.

Für das Jahr 2014 wünscht sich Philip McCreight: „Wir möchten auch in diesem Jahr möglichst viele Tiere zurück vermitteln. Um dies möglich zu machen, appellieren wir an alle Tierhalter: Lassen Sie Ihre Tiere – per Tätowierung oder Chip – kennzeichnen und bei TASSO kostenlos registrieren, zum Beispiel online unter www.tasso.net/Registrierung."

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Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum!

TASSO appelliert: Vierbeiner sind keine Geschenke

Gerade an Weihnachten gibt es nichts Schöneres als strahlende Kinderaugen. Da ist es verständlich, dass viele Eltern ihrem Nachwuchs auch den größten Wunsch erfüllen möchten: ein eigenes Haustier. Doch die Tierschutzorganisation TASSO e. V. warnt: „Wenn die Kinder erst einmal bemerken, dass der Hund mehrmals täglich - ganz gleich bei welchem Wetter - Gassi gehen möchte, und sich die Katzentoilette oder das Kaninchengehege nicht von alleine reinigen, lässt die Freude an dem einst heiß begehrten Familienzuwachs schnell nach. Sind die Eltern nicht dazu bereit, generell die Verantwortung zu übernehmen, landet das Tier spätestens im neuen Jahr im Tierheim und wartet – manchmal jahrelang – auf ein neues Zuhause", so Philip McCreight, Leiter von TASSO.

Tiere seien nicht nur zum Kuscheln da, so McCreight weiter. „Sie zu halten, bedeutet einen hohen Betreuungsaufwand, über den sich viele vor der Anschaffung eines Tieres nicht bewusst sind." Der Tierschützer legt allen Eltern nahe, Tiere nicht „einfach mal so" zu verschenken, sondern die Entscheidung für ein tierisches Familienmitglied ganz bewusst mit allen Beteiligten gemeinsam zu treffen. Eine Hilfestellung hierfür kann zum Beispiel auch ein Ratgeberbuch über „Haltung und Pflege" des gewünschten Tieres als Weihnachtsgeschenk sein.

Erster Ansprechpartner für Tiersuchende sollten immer die Tierheime sein, rät McCreight. Familien können sich dort ausführlich beraten lassen, welches Tier zu ihnen passe. Außerdem sei es wichtig, in intensiven Gesprächen vorab zu klären, welches Familienmitglied welche Aufgaben übernimmt. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann ein Tier zu einem dauerhaften Begleiter werden", weiß der Tierschützer. Zu beachten sei zudem, dass die meisten Tierheime zur Weihnachtszeit grundsätzlich keine Tiere vermitteln, damit diese nicht als unüberlegtes Geschenk unterm Weihnachtsbaum landen.

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Herbstliche Gefahr durch Wild:Tipps zum richtigen Verhalten

Gerade jetzt in der Herbstzeit kommt es auf unseren Straßen vermehrt zu Wildunfällen. Besonders kritisch sind die Stunden am frühen Morgen und am Abend während der Dämmerung. Das Wild ist meist innerhalb von Sekundenbruchteilen auf der Straße, schneller als man als Autofahrer reagieren kann. Ein kontrolliertes, rechtzeitiges Bremsen ist daher oft nicht mehr möglich. Deswegen die besten Tipps für die dunkle Jahreszeit, damit es erst gar nicht zu einem Wildunfall kommt, und Verhaltensmaßnahmen, falls es doch passiert:

Bei Strecken, die an Wäldern oder Feldern vorbeiführen, sowie Gebieten mit Wildwechsel grundsätzlich langsam fahren und bremsbereit sein. Sobald Sie Wild am Straßenrand sehen, abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. Blenden Sie die Tiere keinesfalls mit Fernlicht, da sie hierdurch die Orientierung verlieren und erst recht auf die Lichtquelle zulaufen oder mitten auf der Straße stehen bleiben könnten. Wichtig: Wildtiere treten meist im Rudel auf. Deswegen abwarten, ob noch weitere Tiere folgen.

Autofahrer, die versuchen, einem Tier auszuweichen, begeben sich und andere Verkehrsteilnehmer hierdurch in große Gefahr. Aus versicherungsrechtlicher Sicht kann dieses Ausweichverhalten je nach Einzelfall daher grob fahrlässig sein, so dass die Versicherung den dadurch entstandenen Schaden nur zum Teil oder im Extremfall gar nicht übernimmt.

Sollte es trotz größter Vorsicht doch zu einem Unfall kommen, gilt: Ruhe bewahren, Unfallstelle sichern, Warnweste anziehen, Warnblickanlage einschalten und Polizei benachrichtigen. Diese wird den zuständigen Förster informieren, der ebenfalls zur Unfallstelle kommen wird. Machen Sie Fotos von der Unfallstelle und dem Tier. Sollten Zeugen vorhanden sein, notieren Sie sich deren Namen und Anschrift. Lassen Sie sich von der Polizei oder dem Förster eine sogenannte „Wildbescheinigung" ausstellen, die Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung einreichen können. Insbesondere, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist, ist diese Bescheinigung wichtig.

Lassen Sie ein angefahrenes, verletztes Tier nie allein zurück, sondern warten Sie, bis Hilfe kommt. Allerdings sollte ein verletztes Tier nicht angefasst werden. Es könnte Schmerzen haben und in Panik beißen. Nehmen Sie verletztes oder totes Wild auch niemals in guter Absicht eigenmächtig mit. Das gilt im Sinne des Gesetzes als strafbare Jagdwilderei.

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In Kiste ausgesetzt: Katze Roxy nach fünf Jahren wieder Zuhause

Registrierung bei TASSO ermöglichte Rückkehr

Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern), 28.10.2013 - Fünf Jahre lang war Katzendame Roxy spurlos verschwunden. Seit dem 18. Oktober ist sie wieder bei ihrer Familie in Güstrow. Die Inhaberin einer Hundepension aus Laage, 20 Kilometer von Güstrow entfernt, fand das Tier zwei Tage zuvor eingesperrt in einer Kiste im eigenen Garten. Sie brachte die verängstigte Katze in ein Tierheim, wo der in der Schulter des Tieres implantierte Chip ausgelesen wurde und sich so über die Tierschutzorganisation TASSO die Adressdaten von Roxys Haltern, Familie Löffler, umgehend ermitteln ließen.

Kurioserweise befand sich genau zu der Zeit, als die Kiste mit Roxy in den Garten der Hundepension gestellt wurde, auch der Familienhund der Löfflers in eben dieser Pension. Denn die Familie verbrachte gerade einen Urlaub im Ausland. So konnte sie nach ihrer Rückkehr nicht nur ihren Hund sondern auch ihre seit fünf Jahren vermisste Katze abholen.

Gerade mal anderthalb Jahre alt war die Freigängerkatze Roxy, als sie von einem ihrer Ausflüge im September 2008 nicht mehr zurückkehrte. Familie Löffler startet eine große Suchaktion, die leider erfolglos bleibt. Zu gerne wüsste sie jetzt, wo ihr Tier all die Jahre gelebt hat und wie es in das 20 Kilometer entfernte Laage gekommen ist. Doch außer einigen alten Zeitungen vom Juli dieses Jahres auf dem Boden der Kiste, in der Roxy saß, finden sich keine weiteren Hinweise, die Aufschluss hierüber geben könnten. „Roxy ist zum Glück nicht verletzt, in einem gepflegten Zustand und zutraulich, deshalb glauben wir, dass sie in den vergangenen Jahren bei Jemandem gelebt haben muss", mutmaßt Claudia Löffler. „Vielleicht wollte sich derjenige aber jetzt doch der Katze entledigen. Umso glücklicher sind wir, dass wir Roxy dank der Registrierung bei TASSO wiederbekommen haben."

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